Hohe Laufleistung – Wie viel ist zu viel & lohnt sich der Kauf?
Wie viele Kilometer sind bei einem Gebrauchtwagen zu viel? Dieser Ratgeber erklärt, was als hohe Laufleistung gilt, wie sie Wert und Zuverlässigkeit beeinflusst und wie Sie erkennen, ob ein Fahrzeug mit hoher Laufleistung noch ein kluger Kauf ist.

Autos halten länger als je zuvor. Fahrzeuge mit über 320.000 km (200.000 Meilen) sind heute keine Seltenheit mehr — besonders von Marken, die als zuverlässig gelten. Trotzdem taucht bei jedem Gebrauchtwagenkauf eine Frage immer wieder auf: Was gilt bei einem Gebrauchtwagen als hohe Laufleistung, und wie viele Kilometer sind wirklich zu viel?
Die Laufleistung zählt, ist aber nur ein Teil des Bildes. Genauso wichtig ist, wie gut der Vorbesitzer das Fahrzeug gepflegt hat — wie oft der Motor gewartet wurde, ob Ölwechsel und Filter eingehalten wurden und ob große Wartungen planmäßig erfolgten. Ein gut gepflegter Motor mit 210.000 km kann in weit besserem Zustand sein als ein vernachlässigter mit nur 110.000. In diesem Ratgeber erklären wir, wie die Laufleistung den Fahrzeugwert beeinflusst, welcher Kilometerbereich ideal ist und ob der Kauf eines Fahrzeugs mit hoher Laufleistung ein kluger Schachzug ist.
Wir behandeln auch neuere Fragen — etwa, ob es in Ordnung ist, viele Kilometer auf einen Neuwagen zu fahren, und ob Autos mit hoher Laufleistung allein wegen der Zahl auf dem Kilometerzähler weniger wert sind.
Autos mit hoher Laufleistung auf einen Blick
160.000 km
Wo „hohe Laufleistung“ typischerweise beginnt
Der Punkt, an dem größere Wartungskosten aufzutauchen beginnen.
19–24 Tsd. km/Jahr
Durchschnittliche Jahresfahrleistung
Ein fünf Jahre altes Auto mit rund 120.000 km liegt genau im Rahmen.
50–110 Tsd. km
Sweet Spot für die meisten Käufer
Nach der steilsten Abschreibung, mit viel Restlebensdauer.
240.000+ km
Zone erhöhter Vorsicht
Kein K.-o.-Kriterium, wenn die Wartung dokumentiert ist.
Was gilt bei einem Gebrauchtwagen als hohe Laufleistung?
Es gibt keine einzelne magische Zahl, aber es gilt als Faustregel: Sobald ein Auto 160.000 km (100.000 Meilen) überschreitet, tauchen größere Wartungskosten auf. Das ist die Hauptsorge der meisten Gebrauchtwagenkäufer.
Im Schnitt sammeln Autos etwa 19.000 bis 24.000 Kilometer pro Jahr. Ein fünf Jahre altes Auto mit 120.000 km liegt also genau im Rahmen. Hat es über 160.000, ist das auf der höheren Seite — aber nicht zwangsläufig schlecht.
Es hängt vom Fahrzeugtyp ab
- Benziner halten bei guter Pflege typischerweise rund 320.000 km.
- Diesel erreichen dank robusterer Motorkomponenten oft 400.000 km oder mehr.
- Hybride halten sich meist gut, brauchen aber jenseits der 240.000 km eventuell einen Batterietausch.
- E-Autos sind neuer im Spiel, aber viele zeigen selbst jenseits der 160.000 km minimalen Antriebsverschleiß.
Es hängt auch von der Marke ab
Manche Marken sind auf Langlebigkeit gebaut. Ein Toyota Corolla oder Honda Accord mit 190.000 km kann besser dastehen als ein Fiat oder Jeep mit der Hälfte.
Autos, die bekanntermaßen weit über 160.000 km halten:
- Toyota Camry
- Honda CR-V
- Lexus RX
- Ford F-150 (bei ordentlicher Pflege)
Hohe Laufleistung ist nicht automatisch ein Warnsignal
Die Laufleistung ist nur eine Zahl. Wichtiger ist, wie das Auto behandelt wurde. Ein Auto mit 145.000 harten Stadtkilometern und schlechter Wartung ist riskanter als eines mit 210.000 Autobahnkilometern und lückenlosem Serviceheft.
Fragen Sie nach:
- Ölwechselnachweisen — unser Ratgeber wie oft man das Öl wechseln sollte zeigt, wie ein gesunder Plan aussieht
- Tausch von Zahnriemen/Wasserpumpe
- Getriebeölwechsel
- Größeren Reparaturen oder Rückrufen
Unterm Strich: Hohe Laufleistung beginnt um die 160.000 km, aber der Kontext ist alles. Die Zahl allein erzählt nicht die ganze Geschichte.
Wie viele Kilometer sind bei einem Gebrauchtwagen zu viel?
Es gibt keine feste Zahl, ab der ein Gebrauchtwagen „zu riskant“ ist. Es hängt vom Zustand, der Wartungshistorie und der Art der gefahrenen Kilometer ab.
Unter 160.000 km
Normaler Verschleiß für die meisten Fahrzeuge. Der risikoärmste Standardbereich für die meisten Käufer.
- Von Banken und Versicherern breit akzeptiert
- Vermutlich stehen noch keine großen Wartungen an
- Die Wartungshistorie sollte trotzdem vor dem Kauf geprüft werden
Der sicherste Standardbereich — außer ein bestimmtes Modell oder ein Preis macht ein Auto mit mehr Kilometern zum lohnenden Kompromiss.
160.000–240.000 km
Höheres Risiko, aber weiterhin machbar, wenn das Auto gut gewartet und entsprechend bepreist ist.
- Große Wartungen (Zahnriemen, Getriebeöl) sollten bereits erledigt oder bald fällig sein
- Serviceunterlagen und Verschleißspuren verdienen einen genaueren Blick
- Oft ein deutlicher Preisabschlag gegenüber einem Pendant mit weniger Kilometern
Kann mit dokumentierter Servicehistorie und Kaufuntersuchung ein kluger Kauf sein.
240.000+ km
Mit Vorsicht angehen — aber kein automatisches K.-o. für ein gepflegtes, zuverlässiges Modell.
- Verschleißbedingte Reparaturen sind unabhängig von der Historie zu erwarten
- Nur von einer zuverlässigen Marke mit vollständiger Dokumentation lohnenswert
- Der Preis sollte das zusätzliche Risiko widerspiegeln
Nur mit sauberer Servicehistorie, überwiegend Autobahnkilometern und dem Okay eines Mechanikers in Betracht ziehen.
Stadtkilometer vs. Autobahnkilometer
Nicht alle Kilometer sind gleich.
- 🛣️ Autobahnkilometer sind schonender für Motor und Bremsen. Lange, gleichmäßige Geschwindigkeiten bedeuten weniger Stress.
- 🏙️ Stadtkilometer bedeuten Stop-and-go-Verkehr, Kurzstrecken und mehr Verschleiß an Bremsen, Fahrwerk und Getriebe.
Ein Auto mit 210.000 Autobahnkilometern kann besser dastehen als eines mit 145.000 Stadtkilometern.
Worauf Sie bei hoher Laufleistung achten müssen
Sobald ein Auto die Marke von rund 190.000 km überschreitet, müssen Sie prüfen, ob Schlüsselteile bereits ersetzt wurden. Wenn nicht, sind sie womöglich bald fällig — und diese Reparaturen sind nicht billig.
Achten Sie auf:
- Zahnriemen oder Steuerkette — fällig zwischen 145.000–190.000 km (falls noch nicht erledigt)
- Getriebeverschleiß — die Gangwechsel sollten geschmeidig sein
- Öllecks — besonders an den Ventildeckeldichtungen
- Fahrwerksgeräusche — verschlissene Dämpfer, Buchsen oder Querlenker
Zustand schlägt Kilometerzähler
Fragen Sie sich: Würden Sie lieber ein gepflegtes Auto mit 240.000 km fahren oder ein vernachlässigtes mit 110.000?
Lassen Sie einen Mechaniker eine Kaufuntersuchung machen. Das ist der beste Weg zu erfahren, ob ein Auto mit vielen Kilometern noch gesund ist.
Zusammengefasst: Es gibt keine harte Kilometergrenze, aber jenseits der 240.000 km sollten Sie ein Auto nur in Betracht ziehen, wenn es ordentlich gewartet und fair bepreist ist.
Anzeichen eines vernachlässigten Autos mit hoher Laufleistung
Warnsignale, auf die Sie achten sollten
Jedes einzelne davon ist einen genaueren Blick wert. Zwei oder mehr zusammen sollten Sie zu einer vollständigen Kaufuntersuchung — oder einem anderen Auto — bewegen.
- Überhaupt keine Service- oder ÖlwechselnachweiseEin Auto ohne jegliche Papierspur wurde entweder vernachlässigt, oder der Verkäufer erzählt nicht die ganze Geschichte.
- Der Motor läuft unrund, zögert oder klopftDas sind Zeichen aufgeschobener Wartung oder eines sich anbahnenden mechanischen Problems — nicht bloß normaler Charakter hoher Laufleistung.
- Das Getriebe schaltet hart oder zögertRaues Schalten bei hoher Laufleistung deutet oft auf ausgelassene Getriebeölwechsel hin.
- Rost am Unterboden oder RahmenJenseits kosmetischem Oberflächenrost kann struktureller Rost teuer oder gefährlich werden, wenn er unbehandelt bleibt.
- Öllecks, besonders an den VentildeckeldichtungenBei Motoren mit hoher Laufleistung verbreitet — aber preisen Sie die Reparatur in Ihr Angebot ein, wenn sie aussteht.
- Fahrwerksgeräusche von verschlissenen Dämpfern, Buchsen oder QuerlenkernPoltern oder Klopfen über Unebenheiten bedeutet meist, dass diese Verschleißteile überfällig sind.
- Warnleuchten, die der Verkäufer nicht erklären kannFragen Sie direkt, was die Leuchten ausgelöst hat und ob das Problem tatsächlich behoben wurde.
- Ein Zahnriemen oder eine Kette jenseits des Serviceintervalls ohne TauschnachweisEiner der teuersten Fehler überhaupt — ein gerissener Zahnriemen kann den Motor zerstören.
Welche Laufleistung ist gut für einen Gebrauchtwagen?
Die meisten Käufer wollen ein Auto, das sich neu anfühlt, aber nicht so kostet. Genau da zählt die Laufleistung. Der Sweet Spot für einen Gebrauchtwagen liegt meist bei 50.000 bis 110.000 km. In diesem Bereich hat das Auto:
- Den größten Wertverlust bereits hinter sich
- Noch viel Lebensdauer vor sich
- Oft Serviceunterlagen oder Restgarantie dabei
Warum weniger nicht immer besser ist
Ein 10 Jahre altes Auto mit nur 30.000 km? Klingt perfekt — kann aber ein Warnsignal sein. Sehr niedrige Laufleistung bei einem älteren Auto kann bedeuten:
- Lange Standzeiten (schädlich für Batterie, Reifen und Dichtungen)
- Nur Kurzstrecken (schlecht für Motor und Abgasanlage)
- Aufgeschobene oder ausgelassene Wartung
Autos sind zum Fahren gebaut. Regelmäßige Nutzung hält sie gesund.
Welche Laufleistung passt zu Ihrem Budget?
Eine grobe Übersicht:
- Unter 65.000 km: Kostet mehr, ist aber fast neuwertig. Gut für die langfristige Nutzung.
- 65.000–110.000 km: Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei ordentlicher Pflege weiterhin zuverlässig.
- 110.000–160.000 km: Geringere Anschaffungskosten. Stellen Sie sicher, dass die großen Wartungen erledigt sind.
- 160.000+ km: Nur kaufen mit sauberer Historie, guten Serviceunterlagen und bestandener mechanischer Prüfung.
Wartung schlägt Laufleistung
Starren Sie nicht nur auf die Zahl. Fragen Sie nach:
- 🧾 Nachweisen für Öl- und Flüssigkeitswechsel
- ⛓️ Historie von Zahnriemen oder Steuerkette
- 🛞 Zustand von Bremsen und Reifen
- 💥 Größeren Reparaturen oder Unfallhistorie
Ein sauberes Auto mit 130.000 km und vollständiger Dokumentation kann der klügere Kauf sein als ein Rätselauto mit 80.000.
Unterm Strich: 50.000–110.000 km sind für die meisten Käufer ideal, aber gute Wartung kann Autos mit mehr Kilometern genauso attraktiv machen.
Sind Autos mit hoher Laufleistung weniger wert?
Ja — die Laufleistung beeinflusst den Fahrzeugwert direkt. Je mehr Kilometer, desto weniger ist es typischerweise wert. Aber das heißt nicht automatisch, dass es ein schlechter Kauf ist.
Wie die Laufleistung die Abschreibung beeinflusst
Autos verlieren mit der Zeit an Wert, am schnellsten aber in den ersten Jahren — besonders beim Erreichen großer Kilometermeilensteine:
- 50.000 km — Ende vieler Vollgarantien
- 100.000 km — die großen Serviceintervalle beginnen
- 160.000 km — eine psychologische Hürde für viele Käufer
- 240.000+ km — die Nachfrage beim Wiederverkauf bricht deutlich ein
Ein Auto mit 160.000 km kostet in der Regel 30–50% weniger als dasselbe Modell mit 80.000 km.
Der Zustand kann die hohe Laufleistung ausgleichen
Ein sauberes Auto mit vielen Kilometern und lückenlosem Serviceheft kann mehr wert sein als eines mit wenigen Kilometern in schlechtem Zustand. Käufer — und kluge Verkäufer — wissen das.
Marke und Modell zählen
Manche Autos halten ihren Wert besser, auch mit mehr Kilometern. Andere verlieren schnell an Wert, egal wie viele Kilometer sie haben.
Champions bei hoher Laufleistung:
- Toyota Corolla & Camry
- Honda Accord & Civic
- Lexus RX
- Subaru Outback
- Ford F-150 (bei regelmäßigem Service)
Abschreibungsanfällige Modelle:
- Deutsche Luxusmarken (BMW, Audi, Mercedes)
- Fiat, Alfa Romeo
- Land Rover
Reparaturen und Teile kosten bei diesen Autos mehr — das drückt den Wiederverkaufswert.
Unterm Strich: Hohe Laufleistung senkt den Wert, aber ein zuverlässiges Modell mit nachgewiesener Pflege kann trotzdem eine solide Investition sein.
So bewerten Sie ein Auto mit hoher Laufleistung vor dem Kauf
Bevor Sie sich auf ein Auto mit vielen Kilometern festlegen, arbeiten Sie denselben Prozess ab, den ein sorgfältiger Käufer — oder der hauseigene Prüfer eines Händlers — nutzen würde.
So prüfen Sie ein Auto mit hoher Laufleistung
Arbeiten Sie diese fünf Prüfungen durch, bevor Sie sich in ein Inserat mit hoher Laufleistung verlieben.
Serviceunterlagen prüfen
Fordern Sie alle verfügbaren Serviceunterlagen an und prüfen Sie sie. Achten Sie auf regelmäßige Ölwechsel, den Tausch von Zahnriemen/Wasserpumpe, Getriebeölwechsel und Aufzeichnungen zu größeren Reparaturen oder Rückrufen.
Nach den Fahrbedingungen fragen
Fragen Sie den Vorbesitzer nach seinen Fahrgewohnheiten. Ein Auto mit überwiegend Autobahnkilometern steht in der Regel unter weniger Stress als eines mit derselben Laufleistung aus dem Stadtverkehr.
Auf körperlichen Verschleiß untersuchen
Achten Sie auf sichtbare Verschleißspuren wie Rost am Unterboden, Öllecks an Motordichtungen oder verschlissene Fahrwerksteile, die Geräusche verursachen können.
Eine Kaufuntersuchung durchführen lassen
Beauftragen Sie einen vertrauenswürdigen, unabhängigen Mechaniker mit einer gründlichen Kaufuntersuchung. Das ist der wirksamste Weg, potenzielle Probleme zu erkennen und den mechanischen Zustand zu bestätigen.
Den Fahrzeughistorien-Bericht prüfen
Lassen Sie die VIN durch einen Fahrzeughistorien-Bericht laufen — für einen sauberen Titel, das Fehlen größerer Unfälle und um zu prüfen, dass der Kilometerstand nicht zurückgedreht oder manipuliert wurde.
Ein vollständiger Fahrzeughistorien-Bericht zeigt auch, ob der Titel sauber, Salvage oder Rebuilt ist — eine Information, die genauso wichtig ist wie die Laufleistung selbst. Er ist zudem der zuverlässigste Weg, die Echtheit des Kilometerstands zu bestätigen; die Warnzeichen zum Selbstprüfen finden Sie in unserem Ratgeber zur Erkennung von Tachomanipulation.
Ist der Kauf eines Autos mit hoher Laufleistung eine gute Idee?
Ja, der Kauf eines Autos mit hoher Laufleistung kann ein kluger Schritt sein, wenn Sie wissen, worauf Sie sich einlassen. Alles hängt davon ab, wie das Auto gefahren, gewartet und bepreist wurde.
Vorteile eines Autos mit hoher Laufleistung
- Niedrigerer Preis — Sie zahlen anfangs deutlich weniger als bei Optionen mit wenigen Kilometern.
- Langsamere Abschreibung — der Großteil des Wertverlusts ist bereits passiert, viel mehr verlieren Sie nicht.
- Bessere Optionen fürs Budget — oft können Sie sich ein besseres Modell oder eine höhere Ausstattung leisten.
Ein Lexus mit hoher Laufleistung kann zum Beispiel so viel kosten wie ein Kia mit weniger Kilometern — bietet aber mehr Komfort, Sicherheit und langfristige Zuverlässigkeit.
Nachteile eines Autos mit hoher Laufleistung
- Mehr Verschleiß — Motor, Fahrwerk und Elektronik altern womöglich.
- Anstehende Reparaturen — Teile wie Wasserpumpe, Stoßdämpfer oder Lichtmaschine könnten bald fällig sein.
- Begrenzter Wiederverkaufswert — beim späteren Verkauf bekommen Sie vermutlich nicht viel zurück.
- Grenzen bei Garantie und Finanzierung — manche Herstellergarantien und Kreditgeber enden an bestimmten Kilometerschwellen; unser Gebrauchtwagen-Garantie-Ratgeber erklärt, was bei einem Fahrzeug mit mehr Kilometern typischerweise noch abgedeckt ist.
Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
0 von 5 erledigt
Bevor Sie ein Auto mit hoher Laufleistung kaufen: Prüfen Sie die echte Historie
Ein ProVinCheck-Bericht bestätigt, ob der Kilometerstand echt ist, zeigt Unfall- und Titelhistorie und deckt versteckte Probleme auf — damit ein günstiges Auto mit vielen Kilometern nicht zur teuren Überraschung wird.
- Kilometerstand-Check
- Unfälle & Schäden
- Papiere & Halter
Gute Kandidaten für hohe Laufleistungen
- Zuverlässige Marken wie Toyota, Honda, Subaru und Ford (bei Trucks)
- Fahrzeuge aus erster Hand mit sauberem Fahrzeughistorien-Bericht
- Autobahngefahrene Fahrzeuge für Pendeln oder Geschäftsfahrten
- Flotten- oder Firmenwagen mit vollständigen Serviceunterlagen, gepflegt mit Routinen wie grundlegender Wartung und Inspektionen
Wann Sie von einem Auto mit hoher Laufleistung Abstand nehmen sollten
Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl
Meiden Sie ein Auto mit hoher Laufleistung, wenn es keine Historie von Ölwechseln oder großen Wartungen gibt, der Motor unrund läuft oder das Getriebe hart schaltet, Sie Rost, Warnleuchten oder Lecks bemerken — oder es sich schlicht wie ein Glücksspiel anfühlt, auf das Sie nicht bereit sind. Es gibt immer andere Autos — ein gut dokumentiertes Fahrzeug mit hoher Laufleistung von einer zuverlässigen Marke ist nie Mangelware.
Unterm Strich: Der Kauf eines Autos mit hoher Laufleistung ist in Ordnung, wenn es gepflegt, geprüft und fair bepreist wurde. Es ist eine budgetfreundliche Option, die weit kommen kann — wenn Sie klug wählen.
Ist es in Ordnung, viele Kilometer auf ein neues Auto zu fahren?
Ja, es ist in Ordnung, viele Kilometer auf ein neues Auto zu fahren — solange Sie es richtig warten. Autos sind für den täglichen Einsatz gebaut. Aber schnelles Kilometersammeln hat ein paar Kompromisse.
Was passiert, wenn Kilometer schnell dazukommen?
- Sie verkürzen die Garantiezeit, die an Kilometern statt an Zeit hängt
- Der Wiederverkaufswert fällt schneller, wenn Sie große Schwellen früh überschreiten
- Wartungskosten kommen früher — neue Reifen, Bremsen oder Services, die ab 100.000+ km fällig sind
Wer zum Beispiel 40.000 km pro Jahr fährt, erreicht 160.000 km in nur vier Jahren. Das ist der Punkt, an dem die meisten Käufer das Interesse verlieren — egal wie neu das Auto aussieht.
Ist das ein Problem?
Nicht, wenn Sie das Auto langfristig behalten wollen. Hohe Laufleistung schadet Ihnen nicht, wenn:
- Sie keinen baldigen Wiederverkauf planen
- Sie den Wartungsplan einhalten
- Sie hochwertige Flüssigkeiten und Teile verwenden
- Sie kleine Probleme angehen, bevor sie groß werden
Manche Besitzer fahren über 320.000 km ohne größere Probleme — besonders mit zuverlässigen Marken wie Toyota, Honda und Subaru.
Bedenken Sie Ihre Besitzstrategie
- Leasing? Nicht ideal. Die meisten Leasingverträge sind auf 16.000–24.000 km/Jahr begrenzt, Mehrkilometer kosten extra.
- Besitzen und behalten? Nur zu. Fahren Sie, so viel Sie wollen.
- Verkauf in ein paar Jahren geplant? Überlegen Sie zweimal. Hohe frühe Laufleistung kann den Wiederverkauf erschweren.
Tipps für das Fahren mit hoher Laufleistung
Ein paar Gewohnheiten tragen viel dazu bei, ein Auto mit hoher Laufleistung gesund zu halten.
An die Werksintervalle halten
Folgen Sie dem vom Hersteller empfohlenen Plan, oder warten Sie etwas früher, als das Intervall verlangt — einschließlich des [richtigen Ölwechsel-Timings](https://www.provincheck.com/de/blog/wie-oft-oelwechsel-machen).
Reifen oft rotieren und Achsen vermessen lassen
Regelmäßige Rotation und Achsvermessung verlängern die Reifenlebensdauer und verringern ungleichmäßigen Verschleiß an Fahrwerksteilen.
Getriebeölwechsel nicht auslassen
Altes Getriebeöl baut mit der Zeit ab — ausgelassene Wechsel sind einer der schnellsten Wege, die Lebensdauer eines Getriebes zu verkürzen.
Harte Starts und Stopps bei kaltem Motor vermeiden
Geben Sie dem Motor einen Moment, das Öl zu verteilen, bevor Sie volle Leistung abrufen — besonders bei Kälte.
Unterm Strich: Viele Kilometer auf einem neuen Auto sind kein Problem, solange Sie mit der Wartung Schritt halten und später nicht auf einen hohen Wiederverkaufswert zählen.
Welcher Laufleistungsbereich passt zu Ihnen?
Welchen Laufleistungsbereich sollten Sie kaufen?
Sie wollen den niedrigsten Preis und scheuen anstehende Reparaturen nicht
240.000+ km, gut dokumentiert
Nur von einer zuverlässigen Marke mit sauberer Servicehistorie und dem Okay eines Mechanikers lohnenswert.
Sie wollen die beste Balance aus Preis und Restlebensdauer
50.000–110.000 km
Nach der steilsten Abschreibung, aber mit viel Leben übrig — der Sweet Spot für die meisten Käufer.
Sie wollen das geringste Risiko und die einfachste Finanzierung oder Garantieabdeckung
Unter 160.000 km
Von Banken und Versicherern breit akzeptiert, mit weniger anstehenden großen Wartungen.
Häufige Fehler beim Kauf eines Autos mit hoher Laufleistung
Häufige Fehler vermeiden
Ein Auto allein nach der Zahl auf dem Kilometerzähler zu beurteilen.
Besser so: Gewichten Sie Servicehistorie und Zustand genauso stark wie die Laufleistung — ein gepflegtes Auto mit vielen Kilometern schlägt oft ein vernachlässigtes mit wenigen.
Die Kaufuntersuchung auszulassen, weil der Preis schon fair aussieht.
Besser so: Lassen Sie unabhängig vom Preis eine Untersuchung machen — besonders jenseits der 160.000 km.
Zu ignorieren, ob die Kilometer überwiegend Autobahn oder Stadt waren.
Besser so: Fragen Sie den Verkäufer direkt und beziehen Sie die Fahrbedingungen in Ihre Bewertung ein — sie beeinflussen den Verschleiß genauso wie die Gesamtkilometer.
Nicht zu prüfen, ob große Wartungen wie Zahnriemen oder Getriebeöl erledigt sind.
Besser so: Verlangen Sie Nachweise — oder kalkulieren Sie diese Wartungen sofort ein, wenn Belege fehlen.
Sehr niedrige Laufleistung bei einem älteren Auto automatisch für ein gutes Zeichen zu halten.
Besser so: Prüfen Sie auf Anzeichen langer Standzeiten — ausgetrocknete Dichtungen, Standplatten an den Reifen und aufgeschobene oder ausgelassene Wartung.




